Die Öffentlichkeitsarbeit oder auch die  Pressearbeit für Institutionen, Organisationen und auch in bestimmten Fällen für prominente Menschen ist eine herausfordernde Aufgabe. Für das Publikum ist ein Teil der Aufgaben die  ein für Pressearbeit zuständiger Mensch zu erfüllen hat nicht sichtbar. Der in der medialen Öffentlichkeit sichtbare Teil ist der, der  im TV erscheint – im Hörfunk zu hören ist oder auch einem Teil des Publikums – den JournalistInnen in den Pressekonferenzen. Die Vorarbeit, wie zum Beispiel das Koordinieren der Aussagen, das Erscheinungsbild nach Außen oder auch die interne Kleinarbeit sind auch Aufgaben der  sich ein Kommunikationschef(-in) widmen muss.

Die Herausforderungen sind auch in den unterschiedlichen Bereichen des Lebens – gemeint ist nun im beruflichen Sinn recht verschieden. Zu den komplizierten Materien der Öffentlichkeitsarbeit – Pressearbeit zählt zweifelsohne das Gesundheitswesen. Mit dabei auch Wissenschaft und Forschung innerhalb der naturwissenschaftlichen Forschung.

In der kommenden Serie der Blogbeiträge möchte ich verantwortliche PressesprecherInnen im Gesundheitswesen zu ihrem Job befragen – ihren Herausforderungen – ihren Aufgaben und auch Meinungen zu aktuellen Themen.

 

 

 

 

 

Erster Gast in meiner Beitragsserie ist Mag. Johannes Angerer. Mag. Angerer leitet seit vier Jahren die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der Med Uni Wien. Wie schon erwähnt ist das Gesundheitswesen in sich eine komplizierte Konstruktion – die Unikliniken stellen hier noch einen weiteren Höhepunkt der verworrenen Gebilde dar. Das in Wien nur unter dem Begriff AKH bekannte Krankenhaus hat zwei große Dienstgeber – die Stadt Wien und das Wissenschaftsressort des Bundes. Johannes Angerer nimmt zu Fragen der Öffentlichkeitsarbeit allgemein
und zu Fragen der Med Uni Wien Stellung.

Gesundheits- blog.org: Das Gesundheitswesen ist per se schon ein kompliziertes Konstrukt – Was sind die Herausforderungen in Deiner Position?

Gesundheits-blog.org: Gibt es Pläne diese Doppelstruktur an der Med Uni Wien/Akh Wien auf zu lösen?

Gesundheits-blog.org: Wie steht’s mit der Holding-Idee?

Gesundheits-blog.org: Ist das Holdingmodell gestorben?

Gesundheits-blog.org: Hat sich die Herauslösung der Med Uni Wien auf die Drittmittelfinanzierung ausgewirkt?

Gesundheits-blog.org: Kannst Du den einzelnen Teilkliniken in der PR gewissen Freiraum gewähren?

Gesundheits-blog.org: Das AKH/Med Uni Wien ist in der letzten Zeit weniger durch medizinische Leistungen als durch Gehalts- bzw. Arbeitszeitstreitigkeiten aufgefallen.
Jetzt sind die Verhandlungen zu einem Ergebnis gebracht – würdest Du aus heutiger die Kommunikation wieder so anlegen?

Danke für das Gespräch!

Soheyl Liwani; Mag. MA am 17. Juli 2015

Foto: Med Uni Wien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Stadträtin Sonja Wehsely, der designierte Rektor der Med Uni Wien Prof. Marcus Müller und der Onkologe Christoph Zielinsky den Kreisforschungslauf, den in Wien stattfindenden Onkologenkongress vor und stellten sich den Fragen der JournalistInnen.

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 13. Juli 2015

In der Diskussion in heimischen Gesundheitswesen hat ein reales Thema den Eingang in die Medien gefunden. Nichts polarisiert so wie ein Foto auf  E- Card. Die FPÖ hat diese Forderung schon längst auf ihrer Agenda – nicht aber zu vergessen dass es ihnen um Missbrauchsbekämpfung der E-Cards durch Ausländer geht. Der Missbrauch der E-Card ist wesentlich weniger wichtig als uns die  FPÖ glauben lassen will. Auch einige Forenbeiträge in den Zeitungen lassen mich nur mehr den Kopf schütteln vor deren Unwissenheit und Vorurteilen. Auch die Kammer der Ärzteschaft ist nun auf den Zug aufgesprungen und fordert das Bild auf der E-Card.

Tut man einen Augenblick so, dass ob es der FPÖ darum ginge den Missbrauch tatsächlich zu erschweren, wäre das Foto keine Lösung. Ist die Person wirklich die auf dem Foto? Menschen verändern sich im Laufe der Zeit und in welchen Abständen soll das Bild dem aktuellen Aussehen angepasst werden? Wenn jemand ein Foto mit Verschleierung sendet oder so in die Ordination kommt – wer checkt die Person?

Bin selbst kein Fan ein Bild auf die E-Card zu geben, viel mehr bin ich davon überzeugt, dass es besser wäre das Bild in den Akt des Patienten/der Patientin zu geben. Die Ordinationshilfe muss ohnehin den Gesundheitsakt aufrufen im Computer und wenn sie/er die PatientIn nicht kennt, verlangt sie einen Ausweis. Das Bild wird beim Erstbesuch in einer Ordination gemacht und in den Akt hinein gegeben – die Ausgaben für die Digitalkamera kann die Sozialversicherung übernehmen. Allerdings sucht auch diese die Modelle aus. Wer bessere Modelle haben möchte – der/die Ärztin/Arzt kann sich eine eigene finanzieren. Eine weitere Möglichkeit wäre auch die PatientInnen selbst ein Bild mitnehmen zu  lassen.

Zusammenfassend Foto in den Gesundheitsakt und nicht auf die E-Card.