Soheyl Liwani; Mag. MA am 20. Januar 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den letzten Tagen machte innerhalb der GesundheitsexpertInnen die Kunde die Runde, dass eine neue Gewerkschaft für die Angestellten der Krankenanstalten formiert. Die neue Gewerkschaft, mit dem Namen „Asklepios“ möchte die um die ÄrztInnen kümmern. Die Standesvertretung der Ärzteschaft, die innerhalb der Bevölkerung bekannt ist, ist die Kammer der Ärzteschaft. Doch neben der Kammer gibt es in Wien auch eine Gewerkschaft die sich um die Interessen der Angestellten ÄrztInnen der Stadt Wien (KAV Wien) kümmert – es ist dies die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG-KMSfB).

Doch zurück zur neuen Gewerkschaft – aus der Webseite dieser neuen Gewerkschaft liest man ein Fachärzte, die im einem Spital arbeiten, gegründet haben. Auf dieser Webseite haben die ÄrztInnen die Möglichkeit eine Petition zu unterschreiben und dieser Gewerkschaft bei zu treten.

Montag fand eine Protestveranstaltung der Ärzteschaft statt wo die Kammer für Wien die Lage der ÄrztInnen in den Wiener Spitälern, den Stand der Verhandlungen zu kommunizieren. Interessant wird die Faktenlage insofern, als die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten in einer Aussendung feststellt, dass es schon eine Einigung gäbe. (OTS 0018, 21. Dez. 2014, 11:01)  Gibt´s nun eine Einigung oder keine? Eine Spaltung der ärztlichen Interessensvertretung kann nun nicht Ziel der neuen Gewerkschaft sein – die Lage ist aus Sicht der Ärztevertretung und daher fordern sie  Einigkeit gegenüber der Politik – den Dienstgebern und suchen den Diskurs mit den Skeptikern. Eines muss im Vordergrund stehen – der Zugang zum Gesundheitswesen muss gewährleistet werden und die MitarbeiterInnen vor falschem Idealismus geschützt.

 

 


Der Schlaganfall zählt nach den Herz-Kreislauferkrankungen und zu den dritthäufigsten Erkrankungen die zum Tod des Menschen. Weiters kann auch aus einem Schlaganfall bleibende Schäden resultieren die dann durch für den Patienten/der Patientin sehr anstrengende Therapien teilweise wieder hergestellt werden können. Der  Leser/-in ist nun aufmerksam und besorgt geworden und stellt sich die Frage – wie merke ich dass ich gefährdet bin? Wie lange habe ich Zeit um in eine Akutversorgung zu kommen?

Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit zunehmendem Alter. Etwa 80 Prozent der Betroffenen sind älter als 60 Jahre, aber auch bei jungen Erwachsenen und selbst bei Kindern kann ein Schlaganfall vorkommen.

Kann man einem Schlaganfall vorbeugen?

Es gibt Faktoren die das Schlaganfall-Risiko erhöhen, diese sind: Alter und genetische Einflüsse sind Risikofaktoren, die wir nicht beeinflussen können. Andere Risikofaktoren, die das Auftreten eines Schlaganfalls begünstigen, sind jedoch vermeidbar, wie z.B. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen. (www.gesundheit.gv.at)

  • Bluthochdruck
  • Erhöhtes Cholesterin
  • Verengung der Halsschlagader
  • Diabetes mellitus
  • Vorhofflimmern
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Die Pille

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat zum Thema das Buch “Schlaganfall – jede Minute zählt” anlässlich einer Pressekonferenz vorgestellt. Der Ratgeber ist entweder im Buchhandel zum Preis von Euro 24,90 zu beziehen oder kann kostenfrei über den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (unter presse@hvb.sozvers.at) bezogen werden. (Aussendung)

Soheyl Liwani; Mag. MA am 14. Dezember 2014

Die Ärztekammer hat sich nun gegen „aktive Sterbehilfe“ ausgesprochen – wie man aus einer Aussendung erfahren konnte. In der kurzen Aussendung wird argumentiert, dass die Sterbehilfe gegen den Ärztlichen Ethos spreche und stattdessen palliative Medizin ausgebaut werden soll.

In der Aussendung heißt es weiter:“ Es sei nicht die Aufgabe der Ärzteschaft, den Tod kranker Menschen auf Wunsch gezielt herbeizuführen, heißt es in der Begründung der Entschließung. Leben zu beenden, widerspreche dem ärztlichen Berufsethos und dürfe nicht Bestandteil ärztlichen Handelns sein. Vielmehr sei es die Pflicht jedes Arztes, Leben zu erhalten und Sterbende palliativmedizinisch zu begleiten. Dazu sei ein umfassender Ausbau der Palliativmedizin in Österreich dringend erforderlich.“

Somit spricht sich die Ärztekammer für eine Sterbebegleitung aus und keine aktive Sterbehilfe. Nun frägt sich der interessierte Leser/Leserin wie es denn mit der passiven Sterbehilfe aussehe aus Sicht der Ärztekammer. Hier findet sich in der Aussendung kein „Strebens Wörtchen“. Doch ist die Angelegenheit viel schwieriger. Die heutigen Ärzte haben den Hippokratischen Eid nicht mehr geleistet – denn wer möchte schon seine Lehrer/-innen erhalten wenn sie es brauchen.

Aber kehren wir zur aktiven Sterbehilfe zurück. Hospizeinrichtungen zu fordern ist  legitim und sie sind sicher eine wertvolle Einrichtung – aber ist der Wille des/der Sterbenden einfach zu negieren? Ja – wenn jemand lebenserhaltende Maßnahmen ablehnt – wird er/sie nicht bekommen – doch ist das nun aktive oder passive Sterbehilfe? Werden ÄrztInnen dann unter Mordverdacht festgenommen? Diese Fragen sollen die JuristInnen beantworten, aber was passiert mit Ärzten/-innen die es doch machen? Ich bin der Überzeugung, dass aktive Sterbehilfe nur von ausgebildeten ÄrztInnen geleistet werden soll. Nicht jeder/jede Arzt/Ärztin soll dies tun dürfen – in einigen Ländern gibt’s eine Regelungen wie das passieren darf. Verstoßen in diesen Ländern die ÄrztInnen gegen den ärztlichen Ethos oder divergiert der Staatenweise?

Die Forderung nach mehr Palliativmedizin unterstütze ich aber die aktive Sterbehilfe sollte mehr einem gesellschaftlichen Diskurs sich stellen und dann soll von den Betroffenen entschieden werden – nicht nur von den ÄrztInnnen und hier deren VertreterInnen in der Kammer.