Soheyl Liwani; Mag. MA am 30. Juni 2014

Auch das Jahr 2012 bringt die OECD ihre Daten zum Gesundheitswesen in Österreich heraus. Aus diesen kann man lesen, dass die Gesamtausgaben für Gesundheit im Jahr 2012 auf 11,1 % des BIP und lagen damit um knapp 2 Prozentpunkte über dem OECD-Durchschnitt (9,3%). Im Vergleich dazu andere Staaten: Vereinigten Staaten (16,9%), gefolgt von den Niederlanden (11,8%), Frankreich (11,6%) und der Schweiz (11,4%). Ein weiter Punkt des OECD – Berichtes sind Risikofaktoren der österreichischen Bevölkerung. Der Alkoholkonsum in Österreich ist mit 12,2 Litern reinem Alkohol je Erwachsenem 2011 höher als allen anderen OECD-Ländern mit Ausnahme von Estland. Im OECD-Durchschnitt lag der Alkoholkonsum im Jahr 2011 bei neun Litern. Der Anteil der Erwachsenen, die täglich rauchen, ist während der letzten 25 Jahre in den meisten OECD-Ländern deutlich zurückgegangen. In Österreich lag er im Jahr 2006 (letztes verfügbares Jahr) mit 23% leicht unter dem Wert von 1997 (24%), aber über dem OECD-Durchschnitt von 20.7% in 2012. Im Bericht wurde auch auf die Diskussion zum Ärztemangel Stellung bezogen. In der Tageszeitung der Standard kann man dazu lesen „Trotz des von der Ärztekammer beklagten Ärztemangels belegen die OECD-Daten eine deutliche Zunahme der Zahl der Ärzte in den letzten zwölf Jahren. Kamen im Jahr 2000 statistisch gesehen noch 3,9 Ärzte auf 1.000 Einwohner, waren es 2012 bereits 4,9 Ärzte. Leicht gesunken ist hingegen die Zahl der Krankenhausbetten von acht je 1.000 Einwohner im Jahr 2000 auf 7,7 im Jahr 2012.“ (Der Standard) Im Bereich der Pflege bestehe jedoch Aufholbedarf in Österreich. Wie man in der Tageszeitung die Presse dazu lesen kann:“ Nachholbedarf hat Österreich hingegen beim Pflegepersonal, auch wenn in den vergangenen Jahren diesbezüglich bereits verstärkte Anstrengungen unternommen wurden. Ab dem heurigen Herbst sind weitere Initiativen vorgesehen. Mit 7,8 Krankenpflegerinnen – in der Regel sind es ja Frauen – auf 1000 Einwohner, liegt Österreich auf Rang 21 von 34 Ländern und unter dem OECD-Durchschnitt von 8,8 Krankenpflegern je 1000 Einwohner. Gegenüber dem Jahr 2000 hat sich allerdings die Zahl erhöht: Damals kamen in Österreich 7,2 Krankenpfleger auf 1000 Bürger. (Die Presse)

Soheyl Liwani; Mag. MA am 22. Juni 2014

Diese Meldung habe ich heute im OTS System der APA gelesen und möchte meine Gedanken darüber machen.

Vorstellung des PET-MR-Gerät – Infos dazu siehe unter diesen LinkHier anklicken


 

 

 

Wenn ich mich an die Schlagzeilen der vergangenen Wochen erinnere, der Streit zwischen Ministerium und AKH/Med Uni über die Finanzierung des ärztlichen Nachtdienstes. Die Verweigerung des Rektors Wolfgang Schütz den Medien die Perspektiven der Med Uni Wien zu erläutern. Die Demonstrationen der Ärzteschaft, die Unterstützung auch der Studierenden gegen die Pläne des Rektorats. Auch die Rolle der Ärztekammer!

Der Personalmangel wird nicht in den nächsten Jahren schlagend, er ist schon schlagend. Und nun – diese Schlagzeile – was muss sich ein Patient/eine Patientin denken? Was bringt ein so tolles Gerät, wenn nicht der Arzt/die Ärztin da ist um es zu bedienen? Auch die Tatsache, dass viele der jetzigen Abteilungsleiter in den Ruhestand gehen und bei der Nachbesetzung sicher das Gerangel um die lokrativen Posten begonnen hat.

Ein, auch so gutes medizinisches Gerät, kann den Arzt/die Ärztin nicht ersetzen.  Also ist es wichtiger die Anzahl der Ärzte zu erhöhen als teure Gerätschaft zu besorgen und damit an die Medien zu gehen. Wenn so um so große Errungenschaften geht, ist auch die Politik nicht weit – neben dem Rektor der Med Uni Wien, dem Ärztlichen Direktor und den Leitern der Fachabteilungen nimmt auch die zuständige Stadträtin an der PK teil.

Die Anschaffung von so genannten Großgeräteplan Österreich geregelt und stammt aus dem Jahr 2012. Wer nun Interesse hat sich diesen Plan näher anzusehen, der/die LeserIn kann das auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit machen. Link

Wie die Finanzierung des Gesundheitswesens zu erfolgen hat, stellte der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungen im Jahre 2010 vor. Unter dem Slogan – Masterplan Gesundheit – Einladung zum Dialog stellte Hauptverbandschef Dr. Schelling die Visionen vor.
Wer nun an diesem Plan Interesse hat und für sich beantworten möchte, welche Vorhaben schon von der Gesundheitspolitik verwirklicht worden sind, welche Vorhaben noch auf der so genannten langen Bank sich befinden – der/die LeserIn kann sich hier informieren. Link

Soheyl Liwani; Mag. MA am 20. Juni 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So lautet die Überschrift einer OTS Aussendung der Apothekerkammer. Ein wichtiges Thema, da hier viele Aspekte zu besprechen sind. Aus Sicht des Patienten/der Partientin stellen viele Fragen.

  • Wann soll/darf/muss ich Psychopharmaka einnehmen?
  • Welche Wirkung haben Psychopharmaka auf mich?
  • Welche Nebenwirkungen nehme ich in Kauf wenn ich regelmäßig Medikamente für meine Psyche brauche?
  • Werde ich davon abhängig?
  • Wer verschreibt mir die Medikamente? Mein Hausarzt?
  • Wird das im System des Artes gespeichert und kann den Eintrag jeder sehen?
  • Gibt’s Alternativen zu Medikamente? Wenn ja, wie erfahre ich ob die Sozialversicherung für die Kosten aufkommt oder nicht?
  • Wenn die Sozialversicherung nicht für die Kosten aufkommt – warum nicht?

Das sind nur einige Fragen die sich ein Patient/Patientin mit psychischen Problemen frägt. Wenn es nicht mehr möglich ist mit Verwandten/Freunden/Bekannten/Kollegen zu sprechen. Diese an ihre persönlichen Grenzen stoßen, dann müssen FachexpertInnen sich den Patienten/der Patientin annehmen. Was die Psychotherapeutische Behandlung anbelangt ist deren Nutzen bei den Gebietskrankenkassen noch nicht angekommen. Tiefe persönliche Lebenskrisen können zu Abhängigkeit führen, Alkoholismus, Nikotinsucht oder auch Abhängigkeiten von illegalen Substanzen.

Es scheinen der Einfluss der Pharmazeutischen Industrie und die Bequemlichkeit der MedizinerInnen zu sein, dass die Psychopharmaka noch im Vormarsch sind. Ich möchte die Wirkung dieser Medikamente in Abrede stelle, die haben ihre Berechtigung und sind sehr hilfreich. Wichtig ist aber hier, dass es nur der Arzt des Vertrauens ist, der diese genehmigen kann.  Keinesfalls soll man vom Arzt/der Ärztin verschriebene Medikamente absetzen – ohne mit dem Arzt/der Ärztin gesprochen zu haben und seinen/ihren Rat eingeholt zu haben.

Auch die Apothekerkammer hat sich dem Problem angenommen und behandelt dies im Rahmen ihrer Sommerakademie in Pörtschach vom 27. – 29. Juni 2014. Das detaillierte Programm und die Inhalte der Tagung findet man unter: Sommerakademie 2014