Soheyl Liwani; Mag. MA am 21. Oktober 2014

 

http://pferd-doc.com/html/krebs1_druck.html

 

 

 

 

 

 

 

 

Laut Statistik Austria steigen die Erkrankungen an Brustkrebs immer an – waren 1983 noch 3.379 Menschen die an Brustkrebs erkrankten – stieg die Zahl im Jahre 2011 schon auf 5.434 Fällen an. (Quelle: Statistik Austria – Brustkrebs )

Früherkennung der Erkrankung ist ein entscheidender Faktor in der Behandlung der Krankheit. Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung und Bundesministerium für Gesundheit startete ein Früherkennungsprogramm für Frauen.
Zur kostenlosen Mammografie werden Frauen im Alter von 45 bis 69 eingeladen.

Informationen

Die Medizinische Uni Wien stellte in einer Aussendung ein neues Analyseverfahren zur Brustkrebstherapie vor. Bindegewebszellen – sogenannte Stromazellen – können das Tumorwachstum entscheidend beeinflussen. Dies ist seit Längerem bekannt. Neu ist ein Auswerteverfahren, das der Bioanalytiker Christopher Gerner und ein interdisziplinäres Team von der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien entwickelt haben. Mit Hilfe der modernen Massenspektrometer der Universität Wien gelang es erstmals, in menschlichen Brustkrebs-Gewebsproben tumorfördernde Zellaktivitäten analytisch nachzuweisen. (PA_Brustkrebstherapie_Analyse)

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 21. Oktober 2014

 

Die Chefarztpflicht gilt für Medikamente die in der so genannten „Roten Box“ sind.  Zur Erinnerung: Medikamente werden in Boxen eingeteilt, hier sind es die grüne, die gelbe und die rote Box. Medikamente in der roten Box sind chefarztpflichtige Präparate.

Der GRÜNE BEREICH umfasst jene Medikamente, die entweder allgemein oder unter bestimmten Voraussetzungen in der als frei verschreibbar angegebenen Menge abgegeben werden dürfen. Eine ärztliche Bewilligung des chef- und kontrollärztlichen Dienstes der Krankenkasse ist bei Einhaltung der Erstattungskodex-Regeln nicht erforderlich.

Der GELBE BEREICH beinhaltet jene Medikamente, die einen wesentlichen zusätzlichen therapeutischen Nutzen für die Patienten aufweisen und die aus medizinischen und/oder gesundheitsökonomischen Gründen nicht in den Grünen Bereich aufgenommen wurden. Die Kosten werden von den Krankenversicherungsträgern nur bei Vorliegen der ärztlichen Bewilligung des chef- und kontrollärztlichen Dienstes der Krankenkasse übernommen (RE1 = dunkelgelber Bereich). Für einzelne Medikamente dieser Box, deren Aufnahme sich auf eine bestimmte Verwendung bezieht, akzeptiert der Hauptverband anstelle der ärztlichen Bewilligung des chef- und kontrollärztlichen Dienstes eine nachfolgende Kontrolle der Einhaltung der bestimmten Verwendung anhand der Dokumentation des behandelnden Arztes (RE2 = hellgelber Bereich).

Der ROTE BEREICH beinhaltet zeitlich befristet jene Medikamente, für deren Aufnahme in den Erstattungskodex ein Antrag gestellt wurde. Die Kosten werden von den Krankenversicherungsträgern nur bei Vorliegen der ärztlichen Bewilligung des chef- und kontrollärztlichen Dienstes der Krankenkasse übernommen. (Pharmig)

Hier kontrolliert ein Arzt den anderen, wobei der verschreibende Arzt in der Regel aus dem niedergelassenen Bereich stammt und der Chefarzt/-ärztin der Sozialversicherung im Sold steht. Es entsteht auch hier wieder die Diskussion wer dem Patienten/der Patientin mehr verpflichtet ist.

Das Argument, dass die Chefärzte/-innen die PatientInnen nicht kennen ist nicht von der Hand zu  weisen – aber daher können diese objektiv beurteilen ob die Behandlung oder das Medikament notwendig ist oder nicht. Es sollen nur medizinische Aspekte ausschlaggebend sein und nicht ökonomische Richtlinien.  Nun fordert die Ärztekammer die Abschaffung dieser chefärztlichen Bewilligung und will stattdessen eine Indikationslösung.

Mich erinnert diese Forderung an das so genannte LKF zur Finanzierung von Krankenanstalten. Hier wird die Spitalsleistung nach Punkten bezahlt – je mehr Punkte – desto höher die Bezahlung der Leistung im Krankenhaus. Nun wurde innerhalb der Jahre das „LKF –Lotto“ erfunden, bei ähnlichen Krankheitsbildern werden die höher bewertete in die Dokumentation genommen. So kann ich mir vorstellen wird bei der Indikationslösung auch die höher bewertete herangezogen und Medikamente verschrieben heute noch in die rote Box gehören. Somit werden dann mehr Patentpräparate verschrieben und weniger Generika.

Der Hauptverband hat gegenüber dem Standard der Forderung der Ärztekammer eine Absage erteilt. Für die Versichertengemeinschaft werde durch die Chefarztpflicht ein wesentlicher Beitrag zu einem sorgfältigen und effizienten Einsatz von Beitragsgeldern erbracht, erklärte der Hauptverband am Montagnachmittag in einer Stellungnahme. (APA) (Der Standard)

Soheyl Liwani; Mag. MA am 20. Oktober 2014

 

 

 

 

 

 

 

Im Auftrag der Ärztekammer Wien führte das Markt- und Meinungsforschungsinstituts ecoquest eine Umfrage zum Image der Hausärzte/-ärztinnen in der Gesellschaft. Zusätzlich wurde auch abgefragt, was sich die Österreicherinnen/Österreicher vom Gesundheitssystem erwarten.

In einer Aussendung teilte die Ärztekammer Wien (Teil II) die Ergebnisse der Umfrage mit. “Die Ergebnisse zeigen ganz deutlich: Die Hausärzte genießen ein hohes Ansehen und spielen in der Gesundheitsversorgung eine außerordentlich wichtige Rolle”, so Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.

Ich habe schon in einigen meiner Blogbeiträge auf den ÄrztInnenmangel aufmerksam gemacht. Ich weiß schon, nun kommt das Argument von den Gesundheitsökonomen, dem HVB der SV-Träger und Gesundheitsexperten, dass es keinen Mangel gibt sondern nur ein Verteilungsproblem. Die Rettungsorganisationen sehen auch keinen Mangel sondern Rekrutierungsproblem. Ich möchte auf diese Argumente ein wenig polemisch antworten. Es gibt auch keine Armut in der  Welt – sondern ein Verteilungsproblem. Dieses besteht darin, dass einige Menschen zu viel Geld haben und einige um ihr tägliches Brot kämpfen müssen. Die Umfrage der Ärztekammer bestätigt die Vermutung.

In der Aussendung kann man dazu lesen:“ 42 Prozent der Befragten bezeichnen die medizinische Versorgung durch Hausärzte in ihrem Wohngebiet als vollkommen ausreichend, weitere 38 Prozent als eher ausreichend. Rund ein Fünftel der Befragten hält die lokale hausärztliche Versorgung für eher nicht (14 Prozent) oder gar nicht (5 Prozent) ausreichend.

“Hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich teilweise gravierende Abweichungen”, ergänzt Peter Ulram von ecoquest Market Research & Consulting. Während im großstädtischen Bereich, speziell in Wien, nur 14 Prozent eine nicht ausreichende Versorgung feststellen, gilt dies für ein Viertel der Befragten, die in einem Ort mit weniger als 5000 Einwohnern leben. Bundesländerspezifisch wird in überdurchschnittlichem Ausmaß auf eine unzureichende Versorgung in Kärnten, Niederösterreich (und ansatzweise Salzburg) verwiesen.

Mein Hausarzt sollte sich Zeit nehmen für das Gespräch” (82 Prozent sehr wichtig und 16 Prozent eher wichtig), “Mein Hausarzt sollte mehr auf meine persönliche Situation eingehen und weniger auf Routineuntersuchungen setzen” (64 Prozent sehr wichtig und 28 Prozent eher wichtig).So gut wie alle Befragten (99 Prozent) halten den Hausarzt für einen sehr wichtigen Bestandteil der österreichischen Gesundheitsversorgung. Die große Mehrheit ist auch der Ansicht, ihr Hausarzt könne sehr gut entscheiden, zu welchem Facharzt er sie überweisen solle. (Zitat Ende)

Medienbericht: