Soheyl Liwani; Mag. MA am 6. Februar 2016


Links nach Rechts:

  • Hans Jörg Schelling
  • Renate Brauner
  • Sonja Wehsely
  • Reinhard Mitterlehner
  • Marcus Müller
  • Herwig Wetzler
  • Udo Janssen

Jahrelang waren die Universitätsklinik oder wie sie jeder/jede Wienerin kennt AKH Wien wegen ihrer mehrfachen Strukturen im Fadenkreuz der Kritik. Die Ärzte waren im Dienst des Wissenschaftsministeriums und somit im Bundesdienst. Während die Medizinisch Technischen Berufe unter dem Dach der Stadt Wien befindet. Die Trennung blieb nicht nur beim arbeitsrechtlichen Teil stehen sondern ging auch bis zu die technischen Dienste runter. Jeder Arzt/jede Ärztin hat in ihrer/seiner Dienststelle einen Bundesrechner und einen Landesrechner. Zahlreiche Versuche diese verkrustete Struktur auf zu lösen scheiterte. Viele neue Ideen verschwanden in den Schubladen der Rektoren, der Minister und der Gesundheitsexperten. Doch wer nun aufmerksam die Geschehnisse der letzten Woche in den Medien mitverfolgte – der konnte eine sensationelle Einigung zwischen allen Beteiligten zur Kenntnis nehmen. LeserInnen meines Blog konnten schon den Optimismus des Kommunikationschefs der Med Uni Wien Mag. Angerer vernehmen.

Wie schaut nun die Einigung aus? In der Aussendung der Med Uni ist dazu zu lesen:
Als zentrale Vereinbarung über die gemeinsame Steuerung und finanzielle Rahmenbedingungen am Standort AKH/MedUni Wien dient der Finanz- und Zielsteuerungsvertrag, wobei die unmittelbare Umsetzung auf Grundlage der Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen MedUni Wien-AKH erfolgt:

•    Der Mitteleinsatz erfolgt nach Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit. Ziel ist die Steigerung der Effektivität und Effizienz am Standort.

•    Dazu werden Wissenschafts-, Lehr- und versorgungspolitische Ziele festgelegt, die in wechselseitiger Unterstützung umgesetzt werden.

•    Vereinbart wurde auch ein gemeinsames Nutzungskonzept, das eine ganzheitliche Ermittlung des Flächenbedarfs am AKH-Gelände ermöglichen soll, wobei die Erfordernisse für PatientInnenbetreuung, Forschung und Lehre berücksichtigt werden.

•    Bis zum Jahr 2024 stellen Bund und Stadt für Geräteanschaffungen und
-erneuerungen sowie damit zusammenhängende bauliche Maßnahmen gemeinsame Mittel in Höhe von 495,8 Millionen Euro (67 Prozent Stadt Wien und 33 Prozent Bund) zur Verfügung.

•    Laufender Klinischer Mehraufwand (KMA):
-    Ebenfalls bis 2024 wird auf Grundlage der KMA-VO ein jährlicher Kostenersatz des Bundes, neben der Bereitstellung der Ärzte der MedUni Wien für die PatientInnenversorgung, in Höhe von 40 Millionen Euro zugunsten der Stadt Wien festgelegt
-    Nach Ablauf des Vertrages (spätestens aber 2024) erfolgen wieder Beratungen über die künftige Höhe der Ausgleichszahlungen

•    Begleitend ist eine  nachhaltige Entlastung des ärztlichen Personals bei gleichzeitiger Aufgabenübertragung auf nicht-ärztliche Berufsgruppen vereinbart, um freie Ressourcen für Lehre und Forschung zu schaffen.

•    Dazu wird es eine Deckelung des ärztlichen Personals (1.500 Vollzeitäquivalente) sowie des sonstigen Gesundheitspersonals (Umsetzung des Projekts “Mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich” durch die Stadt) geben.

•    Der bisherige AKH-Versorgungsanteil von 25 Prozent am Gesamtanteil der KAV-Spitäler wird weitergeführt.

•    Vereinbart ist jedoch eine Entlastung des AKH im Bereich von Ambulanzen, Notfallaufnahmen und Rettungszufahrten, im Gegenzug sollen  Erstversorgungszentren gefördert werden.

•    Auch die Dienstpläne und der Betrieb werden so angepasst, dass  durchschnittlich zumindest 30 Prozent der Normalarbeitszeit des ärztlichen Personals für Forschung & Lehre aufgewendet werden.

Ergänzend zum Finanz- und Zielsteuerungsvertrag regelt der Rahmenbauvertrag die wichtigsten baulichen Investitionen am AKH/MedUni Wien.

•    Bis zum Jahr 2030 investieren Bund und Stadt gemeinsam rund 1,4 Milliarden Euro (Bundesanteil 40 Prozent, Stadt 60 Prozent) in wesentliche Infrastrukturprojekte z.B.: Eltern-Kind-Zentrum, OP-Einrichtungen und Notfall-Unfall, Pflegebereich, Projekte der Forschungsinfrastruktur.

•    Zur Weiterentwicklung der medizinischen Forschung wird das Bauprojekt “Translational Medicine” mit einem Volumen von 100 Millionen Euro beitragen. Damit wird am Standort Wien die Grundlagenforschung sowie die Umsetzung neuer Präventions- und Therapieansätze weiter forciert.

Bleibt zu hoffen, dass diese Änderungen nun die Schieflage der Med Uni Wien wieder ins Lot bringen und somit ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitswesen beigetragen wird. Der Vertrag kann Vorbild für die anderen medizinischen Ausbildungsstätten sein.

Soheyl Liwani; Mag. MA am 23. Dezember 2015

http://www.mactomster.de/2013/12/21/frohe-weihnachten-und-einen-guten-rutsch-2/

Soheyl Liwani; Mag. MA am 18. Dezember 2015

 

 

 

 

 

 

 

Für meinen nächsten Beitrag kehren wir wieder in die  Rehaklinik Baumgarten zurück und besuchen Herrn Rüdiger Puff – der die PR und Öffentlichkeitsarbeit für die Reha Klinik mit gestaltet und den gemeinnützigen Verein SOS Körper – Rücken ohne Tücken vertritt.

Im Folgenden Blogbeitrag möchte ich den Verein kurz vorstellen. Gemeinsam mit dem bekannten Orthopäden Prof. Tilscher leitet Herr Puff den Verein. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt für ein Rückenbeschwerdefreies Leben sich ein zu setzen. In vielen Informationsbroschüren, DVD´s und Internetseiten zeigen die AktivistInnen und FachexpertInnen wie man rückenschonend arbeiten kann. Ein Bespiel für eine dieser informativen Seiten zeigt wie sich SeniorInnen richtig bewegen. (siehe http://www.richtigbewegen.at/index.html)

Zu den schon erwähnten Informationsmaterialien setzt der Verein viele Meilensteine mit Aktionen im Gesundheitswesen und zur Erreichung des Ziels – Rücken ohne Tücken. Auf der offiziellen Webseite – die  laut Herrn Puff wieder relauchnt wird – in naher Zukunft – kann der aufmerksame Leser(-in) von einer besonderen Aktion lesen. (siehe http://www.soskoerper.at/index.html )

Ein weiteres Projekt des Vereins kann man auf dieser Webseite mit verfolgen Diese Seite informiert Interessierte, Mitarbeiter von Institutionen , PatientInnen und Angehörige über die Betriebliche Gesundheitsförderung. (siehe http://www.ortho-motion.com/v3/de/)

Wer nun darüber hinaus Interesse hat sich über den Verein zu informieren  – der schreibt an Herrn Rüdiger Puff (ruediger.puff@rehawienbaumgarten.at).