Soheyl Liwani; Mag. MA am 26. August 2015

Dritter Gast meiner Serie Öffentlichkeitsarbeit im Gesundheitswesen ist der Direktor Cooperate Affairs von GSK (Glaxo Smith Kline) Dr. Ronald Pichler. Dr. Pichler ist neben seiner Funktion bei GSK auch Generalsekretär des Forums der forschenden Pharmazeutischen Industrie (FOPI). Der promovierte Jurist gab eines seiner seltenen Interviews zu Fragen der pharmazeutischen Industrie, zur FOPI und aktuellen Themen.

gesundheitsblog.org: Das Gesundheitswesen zählt auf Grund der Struktur, der Beschaffenheit, der Kompetenzverteilung zu komplizierten Materien. Wo sind für Dich als Jurist und GS der FOPI die Hürden in der Öffentlichkeitsarbeit für das Fopi?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_1

gesundheits-blog.org: Wie gestaltet sich die externe und interne Kommunikation der FOPI? Also Beispiele möchte ich 2 Organisationen herausgreifen – AGES Pharm und den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.
Ronald Picher: Pichler_FOPI_Antwort_2

gesundheits-blog.org: Die Sozialversicherung steigt dieses Jahr mit einem Defizit aus. In einer Aussendung wird als eine Ursache vom Hauptverband die steigenden Medikamentenpreise genannt. Wie sieht die FOPI die Analyse des Hauptverbandes?
Ronald PichlerPichler_FOPI_Antwort_3

gesundheits-blog.org: Nun zur FOPI selbst – das Forum vereinigt viele Unternehmen der pharmazeutischen Industrie. Diese sind als meist börsennotierte Unternehmen auch Konkurrenten. Wie schwer gestaltet sich die Öffentlichkeitsarbeit im Namen der Unternehmungen und des Forums?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_4

gesundheitsblog.org: Wofür steht das Forum der pharmazeutischen Industrie?
Ronald PichlerPichler_FOPI_Antwort_5

gesundheits-blog.org: Wo unterscheidet sich die FOPI von der Pharmig, der IV und anderen Organisationen?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_6

gesundheits-blog.org: Das Forum ist nur unter den Fachexperten ein Begriff. Was tut die Organisation FOPI um den Bekanntheitsgrad zu steigern?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_7

gesundheits-blog.org: Zentrum der Gesundheitspolitischen Experten ist das Forum Alpbach. Wie sieht die Kooperation des FOPI´s mit dem Forum Alpbach aus?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_8

gesundheits-blog.org: Das Image der pharmazeutische Industrie zeigt meiner Meinung viel Potential zur Verbesserung. Was plant die FOPI in der Zukunft dafür zu tun?
Ronald Pichler: Pichler_FOPI_Antwort_9

gesundheits-blog.org: Ein Projekt der pharmazeutischen Industrie ist die Einführung der B2C – Komunikation. Heute ist die sogenannte Laienwerbung in Österreich verboten. Wie stehst Du zur diesem Vorhaben der pharmazeutischen Industrie?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_10

gesundheits-blog: In Griechenland herrscht derzeit großer Medikamentenmangel. Die Ärzte/Ärztinnen können PatientInnen nicht behandeln weil ihnen die Medikamente fehlen. Was kann hier die FOPI tun?
Ronald PichlerPichler_FOPI_Antwort_014

gesundheits-blog.org: Wenn Du nun auf Deine bisherigen beruflichen Stationen zurück blickst. Was würdest Du sagen, wo sind die Besonderheiten im Gesundheitswesen ?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_12

gesundheits-blog.org: Wenn wir das Interview im Jahre 2020 wieder führen. Was wünscht Du Dir hat sich bis dahin geändert?
Ronald Pichler:  Pichler_FOPI_Antwort_013

 

 

 

 

 

 

Zweiter Gast in der Serie der Interviews mit Kommunikationschefs/PressesprecherInnen im Gesundheitswesen ist der Pressechef des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger Dieter Holzweber. Als Pressesprecher hat der langjährige Journalist der Tageszeitung Kurier schon einige Chefs im Hauptverband erlebt. Im Gespräch mit gesundheits-blog.org nimmt Dieter Holzweber zu Fragen der Öffentlichkeitsarbeit des Hauptverbandes und aktuellen Themen Stellung. Das Gespräch hat in der Kantine des Hauptverbandes statt gefunden.

gesundheits-blog.org: Das Gesundheitswesen ist in Österreich sehr kompliziert – Strukturen, Aufgaben- und Kompetenzverteilung zwischen Bund/Ländern. Wo sind die Herausforderungen in Deinem Job als Pressesprecher im Hauptverband?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_1

gesundheits-blog.org:  Der Hauptverband ist der Dachverband und unter ihm sind viele Sozialversicherungsträger. Wie gestaltet sich die interne und externe Kommunikation?
Dieter Holzweber: Dieter Holzweber_Antwort_2

gesundheits-blog.org: Die Kommunikation der privaten Versicherer wirkt weniger schwerfällig als die staatliche Sozialversicherung auch in der Kommunikation. Was muss der Hauptverband tun um die Kommunikation zu verbessern?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_3

gesundheits-blog.org: Es kommt aus dem rechten politischen Lager immer die Forderung der Zusammenlegung der Sozialversicherungen. Wie steht der Hauptverband zu dieser Forderung?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_4

gesundheits-blog.org: Der Hauptverband hat große Projekte im Gesundheitswesen durchgeführt. Als Beispiele E-Card und Elga – wie zufrieden bist Du  mit der Kommuikation?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_5

gesundheits-blog.org: Die E-Card sollte zur Bürgerkarte aufgewertet werden – wie ist das Projekt gelungen?
Dieter HolzweberDieter Holzweber_Antwort_6

gesundheits-blog: Die großen Projekt sind auf massiven Widerstand gestoßen – wie kann man dem Widerständen von Interessensgruppen entgegen treten?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_7

gesundheits-blog.org: Die Marke Hauptverband – was kann man tun um die Bekanntheit des HVB zu steigern? Wohin soll sich der HVB hin entwickeln?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_8_

gesundheits-blog.org: Der Hauptverband ist nun mit der Meldung in die Öffentlichkeit gegangen, dass für dieses Jahr ein Defizit prognostiziert wird. Wie erklärt sich der Hauptverband die Entwicklung ?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_09

gesundheits-blog: Wo sind die Unterschiede in der Arbeit als Journalist für den Kurier und jetzt beim Hauptverband?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_13

gesundheits-blog.org: Wenn wir das Interview im Jahre 2020 führen – was hat sich bis dahin geändert?
Dieter Holzweber:  Dieter Holzweber_Antwort_14

 Danke für das Gespräch!

 

 

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 5. August 2015

Wenn es damals schon das Urheberrecht gäbe, wäre Marie Antoinette schon sehr – sehr reich – so wie ich in der letzten Zeit an ihren Sager erinnert werde. Sei es, dass die ÖVP – Sozialexperten mehr Annahme von Teilzeitjobs durch Arbeitslose bzw. suchende fordern. Als auch nun die aus Salzburg kommende Forderung nach Ambulanzgebühren. Umgewandelt würde Marie Antoinette sagen:“ Wenn sie unbedingt in die Ambulanzen wollen, dann mögen sie dafür zahlen!“

Richtig ist, dass die  Ambulanzen entlastet werden müssen, falsch ist es mit Gebühren zu versuchen. In der SHG für Menschen die ihr Gewicht zu klein sind (Rund um Gsund, WKK) würde man dieses Verhalten – Geringe Frustationstoleranz bezeichnen. Statt innovative Ideen zu entwickeln – wie man es von einer großen Kammer erwarten darf, greift man zu Ideen – die schon der VFGH nicht für geeignet hielt.

Vielmehr sollte man den PatientInnen Alternativen anbieten, Ambulatorien der Sozialversicherungen auch den Wochenenden öffnen, die ärztlichen Dienste der Gemeinde mehr als Lotsen einsetzen, Privatspitäler zu Öffnung der Ambulanzen an den Wochenenden zumindest zu bringen. Vielleicht könnte sich die Sozialversicherung mit den Ärztekammern der Bundesländer zusammensetzen und längere Ordinationszeiten aushandeln. Hier sind nur einige wenige Ideen zur Regulierung des Zustroms der Menschen in die Ambulanzen der Krankenanstalten – also ist es sehr gut möglich neue  Ideen zu entwickeln ohne in die Schwarz-Blaue Mottenkiste zu fassen. Der bekannte Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer twittert zu diesem Thema:”Problem ist die völlige Zerfransung der ambulanten Versorgung – da hilft nur eine Reform, keine Gebühr pic.twitter.com/8BvC1QeNq3“.

Hintergrundinfos: