Soheyl Liwani; Mag. MA am 9. Februar 2014

 

 

 

Die ELGA Gmbh hat die Zufriedenheit der PatientInnen in Österreich mit Elga von Ökconsult abfragen lassen.

Ökonsult Schillhab:“ Für 90% der ÖsterreicherInnen ist ELGA ein Fortschritt, den sie nutzen wollen“

Vier von 5 Befragten denken nicht aus ELGA sich heraus zu optieren. Für 90% der ÖsterreicherInnen ist ELGA ein Fortschritt, den sie nutzen wollen. 88% versichern, bei ELGA bleiben zu werden und erteilen einem Opt-Out eine klare Absage, berichtet Joshi Schillhab den Ergebnissen von der Umfrage. Diese hat vom 24. bis 30. Jänner 2014 österreichweit bei 1070 Personen der heimischen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren eine repräsentative, persönliche (Face-to-Face) Befragung zur – mit Jahresbeginn in Kraft getretenen – Gesundheitsakte ELGA durchgeführt liest man auf der Webseite der Studienautoren.

Hauptverbandschef Hans Jörg Schelling:“ Elga bedeutet eine wesentliche Steigerung im Gesundheitswesen“

In einer Aussendung zeigt sich Hauptverbandschef Dr. Schelling mit den Ergebnissen sehr zufrieden. “Mit überwältigender Mehrheit stimmten die Befragten der Feststellung zu, dass ELGA einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Behandlungssicherheit sowie zur Steigerung der Qualität im Gesundheitswesen bedeuten”, so Schelling weiter. Daher denke auch die massive Mehrheit der Befragten nicht daran, aus ELGA hinaus zu optieren, sondern möchte ab 2016 von den klaren Vorteilen im medizinischen Bereich profitieren. Denn ungeachtet der massiven bundesweiten Kampagne von Teilen der Ärzteschaft gegen die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) haben sich die Österreicherinnen und Österreicher mit überwältigender Mehrheit einen klaren Blick und eine positive Haltung zu diesem Thema bewahrt, stellt der Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Dr. Hans Jörg Schelling zu den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage von Ökonsult fest.

Stadträtin Sonja Wehsely:“ 91 Prozentder Befragten äußerten sich positiv zu ELGA“

“Ich habe mich von Anfang an klar für die Umsetzung der Elektronischen Gesundheitsakte ausgesprochen und bin überzeugt, dass diese im Interesse der Patientinnen und Patienten entscheidend für die Qualitätssicherung im gesamten Gesundheitswesen sein wird. Die heute veröffentlichte Umfrage zu ELGA zeigt, dass dieser Weg von den Menschen unterstützt und mitgetragen wird. Beeindruckende 91 Prozentder Befragten äußerten sich positiv zu ELGA, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung sieht darin also einen wichtigen Schritt, um das österreichische Gesundheitssystem in Zukunft transparenter, effizienter und noch sicherer zu gestalten”, erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely heute nach Veröffentlichung einer neuen repräsentativen Umfrage.

Widerstand gegen ELGA kommt von der Standesvertretung der Ärzteschaft, hier ist die Sperrspitze dagegen die Vertretung der HausärztInnen Österreichs und der ARGE Daten.

 Medienberichte:

Soheyl Liwani; Mag. MA am 21. Januar 2014

Trotz widriger Wetterbedingungen fanden sich hunderte ÄrztInnen zum Protest gegen die Streichung der Nacht-Journaldienste durch die medizinische Universität. Personalabbau bedeutet Medizinabbau lautet der Slogan der Betriebsversammlung. Organisiert wurde die Versammlung vom Betriebsrat der Med Uni Wien und der Ärztekammer für Wien.

Der Betriebsobmann des wissenschaftlichen Personals der MedUni Wien, Thomas Perkmann: “Das AKH ist bisher nicht zusammengebrochen, weil das Personal alle Kürzungen aufgefangen hat. Wir glauben aber, dass wir jetzt an eine Grenze gestoßen sind. Die Belastung für die Ärzte hat ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht.” Man sei zu Gesprächen bereit, Personalreduktionen würden aber auch Leistungsreduktionen für die Patienten der Wiener Universitätskliniken bedeuten. (derstandard.at)

Die Wiener Ärztekammer fordert in einer Aussendung die Rücknahme der Streichung von den Nacht-Journaldiensten. Der Präsident der Wiener Ärztekammer Thomas Szekeres befürchtet eine eklatante Mangelversorgung etwa bei der Behandlung von psychiatrischen oder Schmerzpatienten. Darüber hinaus werde an der Orthopädie die Rufbereitschaft für dort tätige Ärztinnen und Ärzte eingeführt. Dies alles bedeute “eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Ärzteschaft und damit verbunden eine Gefährdung der Qualität in der Patientenversorgung”. Besondere Kritik übte Szekeres an der Tatsache, dass zwar einerseits beim Personal gespart werde, andererseits aber genügend Ressourcen vorhanden seien, um Hunderte von Mitarbeitern im Rektorat der MedUni Wien zu beschäftigen und zusätzlich ein Millionenbudget für die Berater des Rektorenteams zu verwenden. Hier würden eindeutig falsche Prioritäten gesetzt.

Bundesminister Stöger sieht den Konflikt zwischen Ärzten und der Med Uni Wien als Problem der Geschäftsführung und den ÄrztInnen.

Zeitungsberichte:

OTS – Aussendungen zum Thema:

Soheyl Liwani; Mag. MA am 17. Januar 2014

 

 

Die Wiener Ärztekammer erklärt sich in dieser Sache mit dem Betriebsrat des AKH solidarisch

Mit Jahresbeginn wurden am Wiener AKH elf Nachtjournaldienste gestrichen. Diese Maßnahme stößt nicht auf Gegenliebe beim Betriebsrat am AKH und der Wiener Ärztekammer. In einer Aussendung zeigt sich die Wiener Ärztekammer besorgt über die Maßnahme der Med Uni Wien. “Eine Reduktion von Diensten kann niemals eine Verbesserung der Versorgung bedeuten.” Es werde zum Beispiel für Schmerzpatienten große Nachteile geben, da diese in den Nachtstunden nicht mehr adäquat versorgt werden können, kritisiert der Wiener Ärztekammerpräsident und Mediziner des AKH Wien Thomas Szekeres die Streichung der Journaldienste. Hier schließt sich der Mediziner der Argumentation des Betriebsrates, der befürchtet, dass die Versorgung massiv verschlechtert wird und die Maßnahme des Rektors Schütz eine Zusatzbelastung für die ÄrztInnen bedeutet.

“Die Argumentation der MedUni Wien, durch eine Verlagerung von routinemäßigen Tätigkeiten von der Nacht in die Tagesstunden eine Entlastung zu schaffen, ist unsachlich und falsch, betroffen werden vor allem die Patientinnen und Patienten sein”, kritisiert Szekeres die Aussendung der Med Uni Wien.

Der Betriebsrat teilt in einer Aussendung mit, dass die ÄrztInnen des AKH ihren Unmut auf der Straße Ausdruck verleihen möchten. Die Prostestveranstaltung findet am Dienstag, den 21.Jänner 2014 findet in der Spitalgasse 23 statt. Der Betriebsrat erwartet zwischen 500 und 1.000 ÄrztInnen.

 Aussendungen

Medien

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 13. Januar 2014

Die Obfrau des Gesundheitsausschusses im Nationalrat hat sich der Austrittswelle angeschlossen und ist aus dem System ELGA ausgetreten. Dagmar Berlakowitsch-Jenewein gab in einem Interview mit der APA an, dass ELGA Tür und Tor für Datenmissbrauch öffne und den gläsernen Patienten bringt.

Ist es nicht ihre Partei, die FPÖ die bei der Ecard schon ein Foto forderten weil sie Missbrauch der Karte prophezeiten. Tatsache ist, dass es kaum Missbrauchsfälle gibt und die E-Card auch bei den VertreterInnen der Ärzteschaft die E-Card unterstützt. In allen anderen Bereichen mehr Überwachung fordern hier nun die Hüter der Bürgerrechte sein – jeder/jede sollte sich selbst seine/ihre Meinung dazu bilden.

Für Panikmache ist hier kein Platz – hier geht es um eine entscheide Erleichterung zur Behandlung von Menschen, die ärztliche Hilfe bedarf. Auch die HausärztInnenvertretung ist in ihrer Argumentation nicht schlüssig – auf der einen Seite fordern diese erschwerten Zugang zu den Ambulanzen der Spitäler – auf der Seite wittern sie Datenmissbrauch im System ELGA.

Auch bei der Einführung gab es massiven Widerstand der Kammer. Sperrspitze der Kampagne gegen ELGA ist der Verband der HausärztInnen. Die Aufgabe der Ärzteschaftsvertretung ist es die Interessen der ÄrztInnen zu vertreten und nicht die PatientInnen zu verunsichern. Es ist nicht der gläserne Patient/Patientin ist das Ziel der GegnerInnen sondern der gläserne Arzt/Ärztin. Missbrauch, wie von der Vertretung der Ärzteschaft immer als Argument in den Medien vorgebracht wird, geht von den UserInnen des Systems aus. Der Patient/die Patientin autorisiert den behandelnden Mediziner/Medizinerin mit der E-Card in ihren Akt zu sehen – diese Berechtigung erlischt nach 28 Tagen und muss erneuert werden.

Heftig reagierte der Vorsitzende des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, auf die ELGA-Kritik des Hausärzteverbands. “Die üble Desinformation und versuchte Manipulation durch Teile der Ärzteschaft ist unerträglich und mit der Ethik eines Arztes nicht vereinbar”, stellte Schelling in einer Aussendung fest. Und weiter: “Abmeldung kann Ihre Gesundheit gefährden. Zu Risiken und Nebenwirkungen des Ausstiegs fragen Sie nicht Ihren Arzt.”meinte Schelling  in einer Aussendung.

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 7. Januar 2014

Wenn immer es um die Spitalsambulanzen geht und dessen Finazierung kommt wie das Amen im Gebet von einer Interessensvertretung der Ärzteschaft die Idee der Ambulanzgebühren ins Spiel.

Hausärzte wollen die Überlastung der Spitalsambulanzen mit Ambulanzgebühren lösen. Dieser Versuch scheiterte schon in der Schwarz/Blau/Orangen Regierierungszeit. Der Verfassungsgerichtshof hat diese Regelung aufgehoben. Auch wenn der Vorschlag von Christian Euler, dem Präsidenten des Hausärzteverbandes, auf Ablehnung. Der Ruf nach einer Ambulanzgebühr ist daher aus seiner Sicht vollkommen ungeeignet und abzulehnen. “Wir als Ärztinnen und Ärzte dürfen die Patienten, die wir behandeln, nicht nach ihrer Liquidität aussuchen, “Wir Österreicherinnen und Österreicher dürfen uns glücklich schätzen, dass alle unsere Krankheiten und Leiden unabhängig von gesellschaftlicher Stellung und finanziellem Hintergrund behandelt werden. Dieses Prinzip ist ein unvorstellbar hoher Wert und es ist kategorisch abzulehnen, dies durch eine Ambulanzgebühr oder ähnliche Zugangsbeschränkungen zu demontieren.” sagte OA Dr. Ronald Gallob, Kurienobmann der angestellten Ärzte in Niederösterreich.
Laut Beschlüssen in den Ärztekammern von Wien, Niederösterreich und Kärnten sowie auch in der Bundeskurie der angestellten Ärzte haben diese drei Landesorganisationen eine Ambulanzgebühr entschieden abgelehnt.

“Ob von den Patienten wieder eine Gebühr bei einem Ambulanzbesuch verlangt wird, ist einzig und alleine eine Entscheidung der politischen Verantwortlichen”, unterstrich Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner die ablehnende Haltung der Wiener Ärztekammer zur von Harald Mayer und dem Hausärzteverband losgetretenen Debatte zur Wiedereinführung der Ambulanzgebühren.
Auch wenn die Wiener und die Niederösterreichische Ärztekammer gegen den Vorschlag des Hausärzteverbandes ist, hat die Kammer noch eine Form der Ambulanzgebühr gefordert. Ablehnung kommt auch von den Grünen – Bereits einmal hat sich die Ambulanzgebühr als nicht zielführend erwiesen. Sie wurde nach drei Jahren wegen anhaltendem Chaos und mangelnder Effizienz wieder abgeschafft. Das muss nicht noch einmal wiederholt werden”, sagte die Gesundheitssprecherin derGrünen, Eva Mückstein.
Das Problem der überfüllten Spitalsambulanzen ist evident. Wie viele PatientInnen sind stundenlang in der Ambulanz einer Krankenanstalt gewesen und haben auf ihre Untersuchung bzw Behandlung gewartet. Wenn dann die PatientInnen den behandelnden Arzt/Ärztin sehen, bekommen sie zu hören, dass der Personalmangel Schuld an der Wartezeit sei. Ein weiterer Faktor sind die Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzteschaft, diese nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten und zu diesen Zeiten für die PatientInnen zur Verfügung stehen. Fragt man diese Ärzte/Ärztinnen warum man in ihrer Ordination solange warten müsse und sie nicht längere Öffnungszeiten haben, schieben diese den schwarzen Peter den Kassen zu die diese für längere Öffnungszeiten nicht zahlen wollen. Das Rezept gegen die überfüllten Spitalsambulanzen ist nach Ansicht der Ärztekammer ein reglementierter Zugang zu diesen.
Die PatientInnen gehen in die Spitalsambulanz da hier die besten Bedingungen herrschen und man in kürzester Zeit alle möglichen Untersuchungen durchgeführt werden. Ambulanzen können mehr oder weniger rund um die Uhr aufgesucht werden und alle schon erwähnten Untersuchungsformen finden am selben Ort statt.
Hier ist die richtige Lösung recht schwierig, eine mögliche Antwort wäre die Zeiten der Ordinationen zu erweitern oder Tageskliniken ein zu richten, die den Ambulanzdienst übernehmen an den Wochenenden oder außerhalb der Ambulanzzeiten der Krankenanstalten. Die Aufgaben dieser Ambulanzen sollen unterschiedlich sein, die Tageskliniken die Spitäler  bei „leichten“ Fällen entlasten sollen – den Dienst sollen niedergelassene ÄrztInnen übernehmen. Die Spitalsambulanzen sollen sich auf die Nachbehandlung der PatientInnen und den medizinischen Schwerfällen betraut bleiben. Dies würde die Spitalsambulanzen entlasten und die PatientInnen nicht belasten.

Medien

Soheyl Liwani; Mag. MA am 5. Januar 2014

Mit Jahresbeginn ist die Eelektronische Gesundheitsakte (ELGA) ans Netz gegangen. Ab diesem Jahr besteht die Möglichkeit für PatientInnen sich aus dem System zu optieren. Vom Bundesminister für Gesundheit wird empfohlen von der Möglichkeit nicht Gebrauch zu machen. Die Begeisterung des Ministers ist in Interview und in einer Aussendung ab zu lesen – er bezeichnet ELGA wörtlich in der Aussendung – ELGA katapultiert uns ins 21. Jahrhundert”!

Fahrplanmäßig sollen die Gesundheitsdaten Mitte 2014 abrufbar sein. Erstmals kann man die eigenen Daten ganz einfach einsehen und mittels Protokoll nachvollziehen, welche Ärztin oder welcher Apotheker wann auf die eigenen Daten zugegriffen hat.”zeigt sich Minister Stöger begeistert von den Möglichkeiten die das System ELGA bietet.

Der niederösterreichische Landesrat Androsch stimmt in der Lobeshymne in einer Aussendung mit ein, dieser sieht in ELGA einen gesundheitspolitischen Meilenstein. Erstmals wird ÄrztInnen die Krankengeschichte ihrer PatientInnen lückenlos zur Verfügung stehen. Mehrfachuntersuchungen, unnötige Wartezeiten und Wege für Patientinnen und Patienten werden unterbunden, Medikamentenunverträglichkeiten sofort erkannt und gefährlichen Wechselwirkungen von Arzneien vorgebeugt”, sieht NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch vielfach Vorteile durch das Online-Portal.  Dieses ELGA Portal ist nun online und enthält auch das Widerspruchsformular.  Dieses Formular ermöglicht den Austritt aus ELGA! Die Politiker der Regierungsparteien empfehlen den PatientInnen nicht diese Option zu nützen, währenddessen Datenschützer und die Vertretung der Ärzteschaft für den Austritt wirbt.

Internetseiten

Medien

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 19. Dezember 2013

Im Tarifstreit zwischen der Vertretung der RadiologInnen und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist es zur Einigung gekommen. Der Chef des Hauptverbandes Dr Hans Jörg Schelling kommentierte die Einigung in seiner Aussendung:”"Gewinner sind in jeder Hinsicht Österreichs Patientinnen und Patienten. Und dies nicht nur, weil mit dem neuen Tarifvertrag sichergestellt ist, dass es bei der Direktverrechnung zwischen Instituten und den Krankenversicherungsträgern bleibt. Patientinnen und Patienten müssen somit weiterhin nur die E-card vorlegen, wenn sie diese teuren Untersuchungen in Anspruch nehmen”.

Chefverhandler Maringer meinte zur Einigung : “Ich freue mich, dass wir einen für die Sozialversicherung tragbaren Kompromiss gefunden haben. Neben der Sicherung des
Sachleistungsprinzips bei CT und MR Untersuchungen bringt die Einigung auch Verbesserungen für die PatientInnen. “Die Vernunft hat gesiegt, die
Gewinner sind die Patienten. Es war nicht leicht, und wir haben gerungen bis zuletzt”, bringt es der Verhandlungsführer für die Sozialversicherung und Obmann der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, Albert Maringer, auf den Punkt. Zweiwesentliche Eckpunkte der Einigung:

  • Versorgungssicherheit für 5 Jahre
  • Ein Innovationstopf in Höhe von 1,5 Millionen für den medizinischen Fortschritt

Werner Salzburger, Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse und weiteres Mitglied im Team der SV: ” Die Krankenversicherungen sind verpflichtet mit den Geldern ihrer Versicherten sorgsam umzugehen. Dies war auch der Grund, warum wir so lange um eine Einigung gerungen haben. In Zeiten der Kassensanierung müssen wir die Balance zwischen den Wünsche der Vertragspartner und den finanziellen Möglichkeiten schaffen.”

Die Vertreter der RadiologInnen zeigten sich mit der Einigung sehr zufrieden : Der neue Vertrag wurde für eine Laufzeit von 5 Jahren
abgeschlossen und stellt die Versorgung der Patienten nachhaltig sicher. “Wir haben sehr weitgehende Zugeständnissen gemacht, um das Zustandekommen des Vertrags zu ermöglichen”, sagt derVerhandlungsführer der Ärzte, Manfred Baldt, “ich glaube, dass schlussendlich für die Patienten ein durchaus gutes Ergebnis erzielt wurde.” Der neue Vertrag sieht vor, dass die Tarife für MRT und CT ab 2014 jährlich im Ausmaß der Inflationsrate angepasst werden. Weiters wird die Honorarsumme jährlich analog zur Einnahmensteigerung der Krankenkassen erhöht, wodurch die Wartezeiten, die derzeit bei 6-9 Wochen für MRT-Termine liegen, verkürzt werden. Zudem werden die
Kassen rund 1,7 Mio. Euro als einmalige Sofortmaßnahme zur Verfügung stellen, damit der bestehende Rückstau an Untersuchungen reduziert werden kann.

Medien:

 

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 18. Dezember 2013

Der niederösterreichische Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger kritisiert die Verhandlungsstrategie der Vertretung der Radiologen mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Bachinger in einer Aussendung: Statt Angstmache, Säbelrasseln und Feilschen um mehr Geld fordern sie ein klares Bekenntnis zur Versorgungssicherheit und leistbaren Untersuchungen mittels e-card. Fast drei Viertel glauben, dass viele Patienten,die ein MRT oder CT bräuchten, auf Spitäler und Ambulanzen ausweichen werden, wo es keine ‘Vorkasse’ gibt.”so Dr.Bachinger in seiner Aussendung.

Untermauert werden seine Aussagen durch eine Studie der Firma Oekonsult - die im Zeitraum vom 8. bis 16.Dezember stattgefunden. Die gesamte Studie kann
man hier nachlesen.

Die Studie der Fa.Oekonsult:

MRT& CT ÖsterreicherInnen droht vertragsloser Zustand

 

OTS Meldung:

Soheyl Liwani; Mag. MA am 17. Dezember 2013
Sparen für MRT und CT - Untersuchungen

Sparen für MRT und CT – Untersuchungen

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz langen Verhandlungen droht der so genannte Vertragslose Zustand! Unter einem vertragslosen Zustand versteht man die Zeit, die keine Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern beschreibt. Was im gegenständigen Fall dazu führt, dass die PatientInnen für die Leistungen nicht – wie sie es gewohnt sind mit der E-Card die Leistungen der RadiologInnen bekommen sondern mit der Bankomat- oder Kreditkarte. Der Terminus „vertragloser Zustand“ meint, dass auf Grund dessen, dass zwischen den Kassen und der Vertretung der RadiologInnen keine Vereinbarung zu Stande gekommen ist, die Leistungen v on den PatientInnen ausgelegt werden müssen.

Die Versorgung der PatientInnen mit radiologischen Leistungen sind weiterhin gewährleistet, der vertragslose Zustand bewirkt nur eine Änderung der Zahlung der Kosten. Wenn nun ein PatientIn zum Radiologen geht und eine MRT oder CT braucht muss er/sie zwischen 150 und 200€ aus der eigenen Tasche zahlen und diese dann bei ihrer Sozialversicherung einreichen. Somit ist nicht die gewohnte E-Card sondern Kreditkarte oder die Bankomatkarte Eintrittspforte für die MRT-oder CT-Untersuchungen.

Keine Auswirkung des vertragslosen Zustandes hat es auf die Behandlungen in den Spitalsambulanzen und den größten Teil der radiologischen Leistungen im Notfall. Hier werden die PatientInnen in die Spitalsambulanzen getrieben und erhöhen somit die Kosten für das Gesundheitswesen. In Österreich gibt´s 110 Institute die diese Leistungen anbieten, größtenteils sind diese in Wien. Es geht in der Auseinandersetzung der Kassen mit der Vertretung der RadiologInnen um die MRT und CT-Untersuchungen, hier können sich beide VerhandlerInnnen nicht einigen.

Wie man in der Tageszeitung Die Presse lesen kann:“ Konkret wollen die Ärzte, dass die Zahl ihrer seit vier Jahren von den Krankenkassen gedeckelten Untersuchungen von 2014 bis 2020 um jährlich fünf Prozent steigen darf. Nur so könnten die Wartezeiten für die Patienten – derzeit an die zwölf Wochen – reduziert werden. Die Tarife sollten an die Inflationsrate angepasst werden, was seit 1990 nicht mehr geschehen sei.“

In Anbetracht dessen, dass die Steigerung der Pensionen für das Jahr 2014 nur 1,6% beträgt, die Beamten fordern eine Gehaltssteigerung um 2,4% – hier gibt’s keine Einigung mit der Bundesregierung. Das Angebot der Regierung beträgt nur 1%!

Die Institute streben offensichtlich eine massive Tariferhöhung an, wie sich aus den öffentlichen Stellungnahmen über die Preisgestaltung nach dem 1.1.2014 ableiten lässt:

• MR-Untersuchung: Plus 33 Prozent von durchschnittlich 152 Euro um 48 Euro auf 200 Euro

• CT-Untersuchung: Plus 40 Prozent von durchschnittlich 103 Euro um 37 Euro auf 140 Euro

Diese Kostenerhöhungen werden den PatientInnen auch im Wissen um den Umstand verrechnet, dass für eine CT-Untersuchung je nach Bundesland laut geltendem Tarif rund 82,40 Euro, für eine MR-Untersuchung rund 121,60 Euro refundiert werden.

Doch noch ist der Vertragslose Zustand nicht Realität und die VerhandlerInnen haben die Möglichkeit sich zu einigen. Es bleibt zu hoffen, dass beide Seiten ihre Verantwortung wahrnehmen und im Sinne der PatientInnen einen Kompromiss finden.

 Medien:

Radiologen:
Vertragloser Zustand

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger :
Wichtige Information für unsere Versicherten zu Untersuchungen in CT/MRT-Untersuchungen

Soheyl Liwani; Mag. MA am 16. Dezember 2013

Die Regierung wurde heute angelobt und nun ist es fix dass die Agenden der Wissenschaft ins Wirtschaftsministerium kommen. Die Wirtschaft hat schon im Hochdialog mit kontroversiellen Ansichten aufhorchen lassen und die Erfindung der Fachhochschulen find ihnen zu geschrieben.

Grundlagenforschung, die Geisteswissenschaften werden meiner Meinung unter der Organisationsänderung leiden. Auch viele negative Stellungnahmen konnten Vizekanzler und Finanzminister Spindelegger nicht umstimmen. Der Protest wird sicher lauter und die Stimmen werden nicht verstummen. Es sind nicht nur die Universitäten sondern auch die Kliniken der Uni nun im Einflussbereich des Wirtschaftsministeriums. Hier fallen die Ärzte/ÄrztInnen rein – die ja im Beschäftigungsverhältnis zum Wissenschaftsministerium stehen. Wenn man das Beispiel AKH Wien nimmt – die werden nun vom Wirtschaftsministerium bezahlt.

Interessant wäre es mal das Gesundheitsministerium mit dem Wissenschaftsministerium zusammen zu legen. Die Agenden der Forschung und der medizinischen Betreuung der Menschen würden in einem Ressort gebündelt werden. Ausbildung in einer Hand – Studium und die Ausbildung der JungmedizinerInnen zu FachärztInnen oder AllgemedizinerInnen. Diese Form der Ministerienzusammenlegung hat es meines Wissens nach noch nie gegeben – wäre aber überlegenswert. Eine Eingliederung ins Wirtschaftsministerium halte ich für ein falsches Signal.

Medienberichte:

Schwarze Flaggen für Wissenschaftsministerium

Aus für Wissenschaftsministerium: Minister Mitterlehner reagiert auf Kritik

Breiter Widerstand gegen Aus für Wissenschaftsministerium