Soheyl Liwani; Mag. MA am 8. Mai 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 22.4. fand die Lange Nacht der Forschung statt. Ich bin nach meinem Dienst beim Wohnservice Wien ins AKH gegangen, um dort mich informieren und euch über die Veranstaltung zu berichten. War schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung dort und hatte Gelegenheit mit dem Kommunikationschef der Med Uni Wien – Johannes Angerer – zu plaudern. Thema war die Berichterstattung schon im Vorfeld und die Live Herz – OP – er verwies auf die große Zahl an InteressentInnen für die OP.  Doch nicht nur die Med Uni Wien/Akh Wien war Teil des Programmes sondern auch St. Anna Kinderklinik und die Zahnklinik.  Bemerkenswert viele Kinder und SchülerInnen waren in den Programmen der Langen der Forschung – sehr begrüßenswert wenn junge Menschen sich mit Forschung und hier mit medizinischer Forschung beschäftigen.  Die Inhalte, auch die komplexen Themen wurden kindergerecht gezeigt und spielerisch vermittelt. Auch für die schon großen Kinder sehr lehrreich!

Das erste Highlight war für mich persönlich die 3D-Animation – Elektroanatomie – der Anatomie . So lässt sich Anatomie lernen – mit einem Klick oder Touch kann Muskelgruppen sehen – Ursprung und Ansatz der Muskeln sehen, den Bandapparat darstellen, die Gefäße, die Nerven und Organe abbilden.  Ergänzend hat Prof. Streicher die Strukturen erklärt und ging auf die Fragen und Wünsche der ZuschauerInnen ein. Ich habe mir die Pankreas als  Organ gewünscht – er erläuterte die Anatomie und die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Gesund kann die Drüse wertvolle Dienste leisten – an Krebs erkrankt kann sie den sicheren Tod bedeuten. Eine kleine Ankündigung für eine der nächsten Beiträge – ein Interview mit Prof. Gnant (Freigabe der Presse liegt vor, Anfrage an ihn selbst folgt)zu diesem Thema. Auch hier fasse ich ins Auge mich der 3D-Animation näher zu beschäftigen und den vortragenden Mediziner Prof. Streicher  zu befragen.

Die Bandbreite der ausgestellten Instrumente reichte von historischen Mikroskopen bis zu den hochmodernen Modellen. In den weiteren Räumen der Ebenen 7 und 8 konnte man sich zu Allergien, Suchtproblematik mit legalen als auch illegalen Drogen informieren. Ein Bus von Check it war auch vor Ort. Hier möchte ich die Vorträge der Professorin Walther und des Professor Lesch erwähnen die sich mit der Suchtproblematik beschäftigen und die Gefahren eindrucksvoll schilderten.

Auch in der Zahnklinik waren informative Veranstaltungen – unter anderem hatte man auch die Gelegenheit unter Anleitung von jungen Studentinnen einen Zahn zu füllen. Nach einigem Zögern habe ich mich der Herausforderung gestellt und meiner Meinung – für das erste Mal – gut gelöst. Ich bin ein umgeschulter Linkshänder und habe als persönliches Experiment mit beiden Händen die Zahnbehandlung durchgeführt – schon klar – ich bin kein Zahnarzt aber ein für mich neues Gefühl und erfüllte mich mit Stolz.

Jetzt geht’s zum Höhepunkt des Abends – der Live Herz – Op. In den Medien groß angekündigt zog es eine Unmenge an Menschen an. Drei Hörsäle waren sprichwörtlich „knackevoll“ und die Neugier/Spannung zum Greifen nahe. Ich habe einen halbwegs bequemen Stehplatz gefunden – in der Nähe vom Getränkeautomaten und Kaffee. Jeder Schritt der OP war gut zu sehen und der Chirurg erläuterte sehr eloquent seine Vorgehensweise. Die Möglichkeit dem OP Team Fragen war dann das Sahnehäubchen auf dem Kuchen der OP.

 

Med Uni Wien

Gegen 23 Uhr war die OP zu Ende – ein hochspannender Tag neigte sich für mich dem Ende zu. Habe viele interessante Impressionen mit genommen und freue mich schon auf die Lange der Forschung 2017.

Bilder/Berichte von der Veranstaltung:

 

 

 

Soheyl Liwani; Mag. MA am 8. Mai 2016

Quelle: Happy Med

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Puls 4 Sendung 2 min – 2 Millionen stellten die Gründer der Firma Happy Med ihr Produkt vor und warben um potentielle Investoren. Bei dem Produkt handelt es um eine Brille, die den zu behandelnden Patienten auf eine virtuelle Reise schickt und so ihn von der Behandlung ablenkt.

Dieses Produkt ist nicht nur für Zahnarztphobiker interessant sondern auch viele andere Phobien. Hier zu erwähnen ist die Flugangst, Platzangst und andere Phobien.  Die Patienten können auf die OP besser vorbereitet werden – weil man ihnen die OP in Form einer Animation vorführen kann. Das Produkt bietet viele Möglichkeiten der Nutzung. Bedauernswerterweise haben die Investoren die  Tragweite und den Nutzen für die  Behandlung von Menschen mit Ängsten nicht erkannt und investieren nicht.

Interessenten an dem Produkt könnten auch die Ausbildungsstätten der Mediziner, Med Unis – egal ob privat oder staatlich oder Ausbildungsstätten anderer medizinischer Berufe sein. Wer nun so begeistert von dem Produkt ist wie ich, der sieht auf die Webseite der Unternehmer.

Links:

Soheyl Liwani; Mag. MA am 6. Februar 2016


Links nach Rechts:

  • Hans Jörg Schelling
  • Renate Brauner
  • Sonja Wehsely
  • Reinhard Mitterlehner
  • Marcus Müller
  • Herwig Wetzler
  • Udo Janssen

Jahrelang waren die Universitätsklinik oder wie sie jeder/jede Wienerin kennt AKH Wien wegen ihrer mehrfachen Strukturen im Fadenkreuz der Kritik. Die Ärzte waren im Dienst des Wissenschaftsministeriums und somit im Bundesdienst. Während die Medizinisch Technischen Berufe unter dem Dach der Stadt Wien befindet. Die Trennung blieb nicht nur beim arbeitsrechtlichen Teil stehen sondern ging auch bis zu die technischen Dienste runter. Jeder Arzt/jede Ärztin hat in ihrer/seiner Dienststelle einen Bundesrechner und einen Landesrechner. Zahlreiche Versuche diese verkrustete Struktur auf zu lösen scheiterte. Viele neue Ideen verschwanden in den Schubladen der Rektoren, der Minister und der Gesundheitsexperten. Doch wer nun aufmerksam die Geschehnisse der letzten Woche in den Medien mitverfolgte – der konnte eine sensationelle Einigung zwischen allen Beteiligten zur Kenntnis nehmen. LeserInnen meines Blog konnten schon den Optimismus des Kommunikationschefs der Med Uni Wien Mag. Angerer vernehmen.

Wie schaut nun die Einigung aus? In der Aussendung der Med Uni ist dazu zu lesen:
Als zentrale Vereinbarung über die gemeinsame Steuerung und finanzielle Rahmenbedingungen am Standort AKH/MedUni Wien dient der Finanz- und Zielsteuerungsvertrag, wobei die unmittelbare Umsetzung auf Grundlage der Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen MedUni Wien-AKH erfolgt:

•    Der Mitteleinsatz erfolgt nach Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit. Ziel ist die Steigerung der Effektivität und Effizienz am Standort.

•    Dazu werden Wissenschafts-, Lehr- und versorgungspolitische Ziele festgelegt, die in wechselseitiger Unterstützung umgesetzt werden.

•    Vereinbart wurde auch ein gemeinsames Nutzungskonzept, das eine ganzheitliche Ermittlung des Flächenbedarfs am AKH-Gelände ermöglichen soll, wobei die Erfordernisse für PatientInnenbetreuung, Forschung und Lehre berücksichtigt werden.

•    Bis zum Jahr 2024 stellen Bund und Stadt für Geräteanschaffungen und
-erneuerungen sowie damit zusammenhängende bauliche Maßnahmen gemeinsame Mittel in Höhe von 495,8 Millionen Euro (67 Prozent Stadt Wien und 33 Prozent Bund) zur Verfügung.

•    Laufender Klinischer Mehraufwand (KMA):
-    Ebenfalls bis 2024 wird auf Grundlage der KMA-VO ein jährlicher Kostenersatz des Bundes, neben der Bereitstellung der Ärzte der MedUni Wien für die PatientInnenversorgung, in Höhe von 40 Millionen Euro zugunsten der Stadt Wien festgelegt
-    Nach Ablauf des Vertrages (spätestens aber 2024) erfolgen wieder Beratungen über die künftige Höhe der Ausgleichszahlungen

•    Begleitend ist eine  nachhaltige Entlastung des ärztlichen Personals bei gleichzeitiger Aufgabenübertragung auf nicht-ärztliche Berufsgruppen vereinbart, um freie Ressourcen für Lehre und Forschung zu schaffen.

•    Dazu wird es eine Deckelung des ärztlichen Personals (1.500 Vollzeitäquivalente) sowie des sonstigen Gesundheitspersonals (Umsetzung des Projekts “Mitverantwortlicher Tätigkeitsbereich” durch die Stadt) geben.

•    Der bisherige AKH-Versorgungsanteil von 25 Prozent am Gesamtanteil der KAV-Spitäler wird weitergeführt.

•    Vereinbart ist jedoch eine Entlastung des AKH im Bereich von Ambulanzen, Notfallaufnahmen und Rettungszufahrten, im Gegenzug sollen  Erstversorgungszentren gefördert werden.

•    Auch die Dienstpläne und der Betrieb werden so angepasst, dass  durchschnittlich zumindest 30 Prozent der Normalarbeitszeit des ärztlichen Personals für Forschung & Lehre aufgewendet werden.

Ergänzend zum Finanz- und Zielsteuerungsvertrag regelt der Rahmenbauvertrag die wichtigsten baulichen Investitionen am AKH/MedUni Wien.

•    Bis zum Jahr 2030 investieren Bund und Stadt gemeinsam rund 1,4 Milliarden Euro (Bundesanteil 40 Prozent, Stadt 60 Prozent) in wesentliche Infrastrukturprojekte z.B.: Eltern-Kind-Zentrum, OP-Einrichtungen und Notfall-Unfall, Pflegebereich, Projekte der Forschungsinfrastruktur.

•    Zur Weiterentwicklung der medizinischen Forschung wird das Bauprojekt “Translational Medicine” mit einem Volumen von 100 Millionen Euro beitragen. Damit wird am Standort Wien die Grundlagenforschung sowie die Umsetzung neuer Präventions- und Therapieansätze weiter forciert.

Bleibt zu hoffen, dass diese Änderungen nun die Schieflage der Med Uni Wien wieder ins Lot bringen und somit ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitswesen beigetragen wird. Der Vertrag kann Vorbild für die anderen medizinischen Ausbildungsstätten sein.